Lernen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten „richtig“ zu Lernen – jeder hat seine Favoriten und bleibt meistens bei nur einer einzigen/wenigen Methode/n. Hier möchte die Lernkartenmethode vorstellen.

Lernkarten? Das ist doch so aufwendig! Richtig.
Lernkarten müssen erst Mal geschrieben werden, aber wenn sie dann mal fertig sind, hat man sie für immer. Es bietet sich an gemeinsam mit anderen Karten zu erstellen, dann hat jeder Einzelne weniger Arbeit.

Also erst ein Mal sollte jeder ca. 50 Karten für sich selbst erstellen. Später kann man sie mit den anderen teilen: Was gefällt einem gut, was nicht? Mit diesen Fragen und Antworten entwickelt man einen gemeinsamen Standard der Karten: Wie viel Text sollte rein. Soll die Frage Hinweise auf die Antwort enthalten und wenn ja welche? …

Anki stellt für mich das Non-plus-ultra für eine Lernkartensoftware dar. Es unglaublich flexibel: Das Programm gibt es kostenlos für alle Betriebssysteme, lässt sich über ein Internetbrowser bedienen und ist auch auf dem Smartphone nutzbar – perfekt! Mit Anki ist es also möglich jederzeit zu lernen: Im Zug, im Warteraum, in langweiligen Vorlesungen …

Die Besonderheit an diesem Programm liegt im Algorithmus, was das Wiederholen angeht. Viele wissen nicht, wann der beste Zeitpunkt zum Wiederholen ist: Gerade wenn man am Vergessen ist, ist eine Wiederholung perfekt. Anki gibt Dir unterhalb der Antwort mehrere Möglichkeiten zum nächsten Wiederholungstermin. Diese Termine liegen immer weiter in der Zukunft, je besser Du die Antwort kennst. Es kann gut sein, dass manche Karten in 10 Minuten wieder angezeigt werden. Wenn Dir die Antwort auch nach mehreren Wiederholungen sehr leicht gefallen ist, kann der Zeitpunkt auch mal bei mehreren Jahren liegen! Ganz wichtig: Täglich wiederholen!

Ebenfalls genial ist die Möglichkeit der Synchronisierung: Lernstapel, die Du bereit auf dem Smartphone gelernt/bearbeitet hast, sind nach dem Synchronisieren mit dem Server (mobiles Internet oder WLAN nötig) auch auf dem Computer oder nach dem Einloggen über den Internetbrowser als solche vorgemerkt. Stapel lassen sich mit anderen sehr einfach teilen, so dass man gemeinsam an Karten arbeiten kann. Es gibt sogar ein Erweiterung die es mit Dropbox (für Bilder, Audio- und Videodaten) verbinden kann.

Wie gut hat Dir der Artikel gefallen?
[Gesamt:3    Durchschnitt: 3/5]