Steuern sparen

Eine Einkommensteuererklärung zu erstellen, ist viel leichter als man glaubt. Viele haben Angst vor den Formularen, aber die auszufüllenden Felder sind sehr gut beschrieben und es gibt eine Ausfüllhilfe zum Formular – auch das Internet hilft, die Ausgaben an die richtigen Stellen zu setzen. Die eigentliche Schwierigkeit liegt nicht in den Formularen, sondern im Wissen, welche Ausgaben steuerlich relevant sind.

Entgegen geläufiger Meinung kann einem auch kein Steuerberater und kein Steuersparprogramm diese Arbeit abnehmen, denn letztendlich kann der Steuerberater nur die Ausgaben eintragen, von denen er die Belege erhalten hat und Pauschalen ansetzen, wenn ihm der Steuerzahler erzählt, was er steuerminderndes im gesamten vergangenen Jahr gemacht hat: Es ist unmöglich ein ganzes Jahr in einem kurzen Gespräch wiederzugeben. Zum Beispiel sind die Fahrtkosten zur Beschaffung von Arbeitsmitteln und die Verpflegungspauschale, die von der Abwesenheitsdauer von zu Hause abhängt, von der Steuer absetzbar – man braucht folglich nicht nur den Beleg, sondern sollte sich ebenfalls das Datum mit der Entfernung und die Abwesenheit von zu Hause notieren, um die vollen Kosten absetzen zu können. So genau kann kein Steuerberater und kein Steuersparprogramm fragen, deshalb wird i.d.R. nur nach den direkten Kosten der Arbeitsmitteln gefragt. Ein anderes Beispiel: Wer ein Grillfest gibt, Freunde und Kollegen einlädt, wird primär davon ausgehen, dass dies Privatvergnügen ist und deshalb steuerlich nicht relevant ist und folglich nicht auf die Idee kommen, diese Veranstaltung im Gespräch (sofern man sich daran erinnern kann) zu erwähnen – ein Fehler, denn unter bestimmten Umständen ist dies sehr wohl steuerlich absetzbar.

Wer also das Maximum an Geld vom Finanzamt zurück möchte, muss über ein gewisses »Steuer-Grundlagenwissen« verfügen und die steuerrelevanten Belege sammeln. Diese Zusammenfassung vermittelt das Grundlagenwissen und erklärt, welche Belege wichtig sind – damit ist auch schon der schwierigste Teil einer Steuererklärung erledigt.

Im Durchschnitt bekommt jeder Steuerzahler ca. 873 € vom Finanzamt zurück – das sind immerhin fast ⅓ Monatslohn. Anders formuliert: Mit einer Steuererklärung verdient man fast soviel wie mit 8 Arbeitstagen – nur ist der Aufwand einer Steuererklärung deutlich geringer, deshalb lohnt sich die Einarbeitung in dieses Themengebiet!

Belege

Belege werden seit 2017 ausnahmslos dem Finanzamt nur noch nach Aufforderung geschickt, was jedoch nicht dazu verleiten sollte zu betrügen, sonst kann es nämlich eine böse Überraschung geben! Wenn bereits einmal ein Beleg über wiederkehrende Ausgabeposten (Spenden, Arbeitszimmer) akzeptiert wurde, braucht man in den Folgejahren meistens keine Nachweise mehr zu schicken.

Ein Beleg / Zahlungsnachweis ist ein Schriftstück auf dem steht, was (Artikel / Dienstleistung) zu welchen Kosten (Preis mit Steuersatz) bei wem (Unternehmen) wann (Datum) gekauft wurde. Jeder Kassenbon oder Kontoauszug erfüllt diesen Zweck (Ausnahmen werden weggelassen). Die steuerrelevanten Nachweise könnte man in eine Schublade werfen und regelmäßig in einem Ordner ablegen. Hier mein Tipp: Einen Ordner mit einem von 1-12 nummerierten Register teilen (entsprechen den Monaten Januar bis Dezember) und hinter jeden Monat eine „Klarsichtfolie“ (Prospekthülle) setzen, in die die kleinen Kassenbons abgelegt werden. Am Ende des Jahres klebt man  die Kassenbons vom jeweiligen Monat am besten (zu mehreren) mit einem Klebestreifen auf ein DIN-A4-Blatt und heftet sie dann endgültig ab (mindestens 3 Jahre Aufbewahrungsfrist). Steuermindernde Pauschalen, für die es keine Belege gibt, z.B. Aushilfe in einer Filiale, Besuch beim Kunden oder kostenlose Fortbildungen, sollten in einem Kalender oder in einer Excel-Tabelle notiert werden: „02.04.2017: Fortbildung „Sprechtherapie nach Schlaganfall“, Zielstr. 1 12345 Musterstadt (2 × 0,30 € × 3 km = 1,80 €, Abwesenheit >8h (12 €))“, 14 € können dann angegeben werden (das Runden wird weiter unten beschrieben). Das ist schon wirklich die ganze Kunst!

Wer keinen Beleg vorweisen kann, hat noch die Möglichkeit einen »Eigenbeleg« zu erstellen. Eigenbelege erwecken jedoch die Skepsis der Finanzbeamten, deshalb sollte man Eigenbelege mit Bedacht ausstellen. Eigenbelege werden nur anerkannt, wenn sie notwendig und in ihrer Höhe glaubwürdig sind. Des Weiteren müssen sie folgende Informationen enthalten: Zweck der Ausgabe, Betrag, Datum, der Zahlung, Zahlungsempfänger, Datum der Belegerstellung, Erläuterungen zum Sachverhalt und am Schluss eine Unterschrift, um die Richtigkeit zu bestätigen. Bis zu einer Höhe von 150 € sind Eigenbelege i. d. R. unproblematisch.

Runden

Wie gerundet wird, ist sehr einfach: Man darf immer zu seinen Gunsten auf- oder abrunden, wenn man keine Cent-Beträge eingeben kann: Ausgaben aufrunden, Einnahmen abrunden. Zum Beispiel kostet ein Stift 2,40 €. In der Steuererklärung gibt man 3 € an (Ausgaben werden um 0,60 € erhöht). Gewinne aus freiberuflicher Tätigkeit betragen 121,90 €. In der Steuererklärung gibt man 121 € an (Einkommen wird um 0,90 € reduziert).

Steuersoftware

Für die Einkommensteuererklärung ist eine Software ideal, womit man jedes Jahr auf die Daten des vergangenen Jahres zurückgreifen kann und nur noch die Zahlen anzupassen braucht. Zudem wird die Einkommensteuererklärung auf Plausibilität und Fehler vor Online-Einreichung überprüft und bereits eine unverbindliche Prognose über den Einkommensteuerbescheid gegeben.

Bei der Auswahl an geeigneter Software gibt es viele sehr gute kostenpflichtige Steuersparprogramme und auch das kostenlose staatliche Formular »Elster« (ElsterFormular, ElsterOnline). Elster ist kein Steuersparprogramm und gibt folglich auch keine Steuerspartipps, es ist lediglich ein digitales Formular, das jedoch für die meisten Steuerzahler ausreichend sein dürfte (ich selbst nutze es seit Jahren). Wem Elster nicht gefällt, kann verschiedene kostenpflichtige Steuersparprogramme gratis testen und bei Gefallen kaufen, um den vollen Funktionsumfang zu erhalten.

Bei den unterschiedlichen Elster-Programmen ist ElsterOnline besonders empfehlenswert, da es betriebssystemunabhängig (egal ob Windows, Linux, Mac OS) über den Internetbrowser läuft. Für ElsterOnline muss man sich zuerst über das Postident-Verfahren anmelden und kann sich danach auf der Homepage einloggen, um seine Steuererklärung zu machen. Wer sich zusätzlich für den »Belegabruf« (»Vorausgefüllte Steuererklärung«) registriert, kann alle steuerrelevanten Daten vom Finanzamt (Lohnsteuer, Krankenversicherungsbeiträge, Pflegeversicherung, Kirchensteuer …) online in seine Einkommensteuererklärung abrufen, so dass diese bereits an der richtigen Stelle in der Einkommensteuererklärung stehen (auch bei Steuersparprogrammen möglich).

Werbungskosten

Die in der Höhe unbegrenzt(!) abzugsfähigen Werbungskosten sind für die meisten Steuerzahler der wichtigste Posten, um die Steuerlast zu senken, deshalb sollte das Ziel eines jeden Steuerzahlers sein mehr als den Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.000 € abzusetzen!

Beispiel: Ein Arbeitnehmer hatte 950 € Fahrtkosten, die er als Werbungskosten angab. Ihm wird automatisch der Pauschbetrag in Höhe von 1.000 € vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, weil er nicht mehr Ausgaben aufgelistet hat und unter der Pauschale geblieben war. Um mehr absetzen zu können, hätte er zu seinen 950 € Entfernungspauschale noch die Pauschale für Arbeitsmittel in Höhe von 120 € und die Pauschale für Kontoführungsgebühren von 16 € angeben können, wodurch er 1.086 € hätte absetzen können.

Der Arbeitnehmerpauschbetrag ist ein Jahresbeitrag, d. h. er wird immer voll angerechnet, egal ob man am 01. Januar angefangen hat zu arbeiten, oder am 01. Dezember. Der Arbeitnehmerpauschbetrag beinhaltet einige kleinere Beträge, die auch einzeln angegeben werden können, wie das obige Beispiel zeigte, um über den Pauschbetrag zu kommen.

  • Entfernungspauschale: Arbeitstage × 0,30 € × einfache Entfernung in km zum Arbeitsplatz (230 × 0,30 € × 15 km = 1035 €); bei einer 5 Tage-Woche kann man pauschal 230 Tage und bei einer 6 Tage-Woche 280 Tage angeben (genauer geht es mit Arbeitstagerechnern im Internet)

  • Pauschalbetrag von 120 € für Arbeitsmittel (Berufskleidung, Taschenrechner …)

  • Kontoführungsgebühren 16 €

  • Pauschalbetrag von 134 € für die Reinigung von typischer Berufsbekleidung

Die Entfernungspauschale (Pendlerpauschale) beträgt für die einfache(!) Strecke vom Haus zum Arbeitsplatz 0,30 € pro Kilometer. Ab einer Entfernung von 15 km zum Arbeitsplatz ist man bereits über dem Arbeitnehmerpauschbetrag und kann die Pauschalen für Arbeitsmittel, Kontoführungsgebühren, Reinigungskosten hinzufügen – eine Steuererklärung könnte sich lohnen.

Arbeitsmittel: Wer keine Belege vorweisen kann oder geringere Kosten als den Pauschalbetrag von 120 € für Arbeitsmittel hat, gibt einfach die Pauschale an. Zu den Arbeitsmitteln zählen u. a. Büromaterial (Briefmarken, Briefumschläge, Stifte, Papier, Computer, Maus, Tastatur, Monitor, Batterien (z. B. für die schnurlose Computermaus)), Fachbücher, Fachzeitschriften, Werkzeuge, typische Berufsbekleidung (= Kleidungsstücke, die als Arbeitsschutzkleidung speziell auf den jeweiligen Beruf angepasst sind, z. B. Ärzte- oder Laborkittel, Sicherheitshelme und -schuhe von Bauhandwerkern, Arbeitsanzüge von Monteuren, Uniforme. Was nicht absetzbar ist, ist normale bürgerliche Kleidung z. B. ein Anzug, da er auch privat genutzt werden kann). Bei manchen Arbeitnehmern lassen sich auch ganz normale Schuhe als Berufsbekleidung absetzen, z. B. wenn diese aus hygienischen Gründen nur bei der Arbeit getragen werden (Putzfrau, Angestellte im Gesundheitswesen …) – muss aber in der Einkommensteuererklärung mit 1–2 Sätzen näher erklärt werden.

Die Fahrtkosten zu allem, was mit Arbeitsmitteln (Kleidung, Möbel usw.) zu tun haben (Einkauf, Reparatur usw.) und evtl. die Verpflegungspauschale, lassen sich steuerlich absetzen (siehe Dienstreisekosten, Verpflegungsmehraufwand) und werden von Steuerzahlern häufig vergessen.

Reparaturkosten von Arbeitsmitteln (z. B. Laptop, Handy) sind Werbungskosten. Alle Kosten für Handy (Gerätekauf, Reparatur, monatliche Rechnungen …), Festnetz und Internet angeben – von den Kosten werden i. d. R. pauschal 20 % anerkannt, da Steuerzahler oft online Arbeitsmittel kaufen, im Internet nach Fortbildung suchen usw.

Arbeitsmittel, die nicht mehr als 487,90 € kosten, sind sofort absetzbar, wenn sie darüber liegen, müssen die Kosten auf 3 Jahre monatsgenau verteilt werden. Beispiel: Ein Laptopkauf im April 2016 in Höhe von 666 €, ergibt auf 3 Jahre verteilt eine jährliche Rate von 222 €. Monatsgenau bedeutet, dass im ersten Jahr 9/12 = 166,50 € (222 €∶12 × 9 = 166,50 €) absetzbar sind, im zweiten und dritten Jahr 222 € und im vierten Jahr die restlichen 55,50 €.  In der Steuererklärung kann man folgendes Schreiben: »Laptopkauf (04/2016) 666,00 €, 2016: 166,50€ (9/12 jährliche Rate), 2017: 222 €, 2018: 222 €, 2019: 55,50 € (restliche jährliche Rate)«. Wenn man es genauso in seine (elektronische) Steuererklärung schreibt, steht dieser Satz als Vorlage für die kommenden Jahre in der Steuererklärung und man kann die absetzbaren Kosten für das jeweilige Jahr gleich erkennen und den Betrag entsprechend ändern.

Die Reinigung typischer Berufskleidung, sofern man Berufsbekleidung benötigt, gehört ebenfalls zu den Werbungskosten und ist pauschal mit 134 € steuerlich absetzbar. Wer seine Kleidung in der Reinigung waschen lässt und höhere Kosten als die Pauschale hat, sollte diese angeben (Fahrtkosten nicht vergessen, siehe Dienstreisekosten, Verpflegungsmehraufwand). Wer privat seine Arbeitskleidung wäscht, kann Kosten für Waschmittel, Weichspüler, Wasser, Strom und Waschmaschinen- / Trocknerabnutzung von der Steuer absetzen: 48 Waschmaschinenladungen × 4 kg × 0,88 € (Pflegeleichtwäsche) + trocknen (Kondenstrockner) × 4 kg × 0,55 € + bügeln × 4 kg × 0,07 €  = 288 € für die Reinigung.

Versicherungen, die wichtig für den Beruf sind, können als unbegrenzte(!) Werbungskosten abgesetzt werden: Berufshaftpflichtversicherung, Berufsrechtschutzversicherung, sowie 50 % einer privaten Unfallversicherung (die restlichen 50 % können leider nur als begrenzte(!) Sonderausgaben (»Sonstige Vorsorgeaufwendungen«) angegeben werden, sofern man die Höchstgrenze nicht mit anderen Ausgabeposten überschritten hat).

Fortbildungskosten von Lehrgängen, Kursen, Tagungen und Vortragsveranstaltungen sowie Tages- und Abendschulen werden anerkannt, wenn dort berufsbezogener Lehrstoff vermittelt wird. Absetzbar ist alles, was direkt (Kursgebühr, Prüfungsgebühr, Fachliteratur, Schreibmaterial) und indirekt (siehe Dienstreisekosten, Verpflegungsmehraufwand) mit der Fortbildung zu tun hat.

Dienstreisekosten entstehen automatisch, wenn man an mehr als einer Tätigkeitsstätte arbeitet oder zu Fortbildungen reist. Bei Dienstreisekosten darf man Hin- und Rückfahrt mit 0,30 € pro km abrechnen (die Entfernungspauschale gilt nur für die einfache Strecke) sowie den Verpflegungsmehraufwand (siehe unten).

Der Arbeitgeber darf die erste Tätigkeitsstätte frei festlegen, d. h. selbst wenn man nur einmal pro Woche auswärtig arbeitet, kann diese Tätigkeitsstätte vom Arbeitgeber als erste Tätigkeitsstätte festgelegt werden. Es wäre also denkbar, mit dem Chef zu vereinbaren, die Tätigkeitsstätte, an der man nur einmal pro Woche arbeitet als erste Tätigkeitsstätte, und die Tätigkeitsstätte, an der man vier Tage die Woche arbeitet, als zweite Tätigkeitsstätte festzulegen. Mit dieser Vereinbarung kann der Arbeitnehmer für vier Tage die Woche Dienstreisekosten mit der doppelten Entfernungspauschale und den Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen. Diese Regelung gilt jedoch maximal ein Jahr, es sei denn man unterbricht die Arbeit in der zweiten Tätigkeitsstätte für vier Wochen (z. B. Urlaub).

Verpflegungsmehraufwand erhält man für Auswärtstätigkeiten, in denen man an einem anderen Ort für eine bestimmte Zeit (< 3 Jahre) arbeitet / sich fortbildet. Für 8–24 h Abwesenheit erhält man 12 €, für >24 h 24 €. Den Verpflegungsmehraufwand kann man höchstens 3 Monate für eine ununterbrochene Dienstreise am selben Ort erhalten (Dreimonatsfrist), erfolgt eine Unterbrechung fängt die Dienstreise von vorne an. Eine Unterbrechung liegt vor, wenn man für 4 Wochen die Auswärtstätigkeitsstätte nicht besucht oder nicht mehr als 2 Tage pro Woche an derselben Auswärtstätigkeitsstätte arbeitet.

Der Verpflegungsmehraufwand beträgt bei Übernachtungen für den An- und Abreisetag 12 € (unabhängig von Reisedauer zum Hotel / nach Hause) und für jede Abwesenheit von 24 h (Übernachtung) 24 €. Die tatsächlich entstanden Kosten für die Übernachtung ohne Nebenkosten (Frühstück, Telefon, Internet) sind abzugsfähig, wobei die Kosten angemessen sein sollten (Kosten für ein 5-Sterne-Hotel wären wahrscheinlich nur zum Teil abzugsfähig). Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer die entstandenen Kosten lohnsteuerfrei ersetzen bzw. pauschal 20 € für jede Übernachtung zahlen. Trägt der Arbeitgeber die Übernachtungs- und Verpflegungskosten (oft in der Gesamtrechnung einer Fortbildung enthalten), lässt sich lediglich der Verpflegungsmehraufwand bei Übernachtung(en) für den An- und Abreisetag mit jeweils 12 € absetzen .

Mitgliedsbeiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden sind steuerlich absetzbar.

Umzugskosten können abgesetzt werden, wenn man wegen der Arbeit umzieht und dadurch eine Zeitersparnis von mindestens 30 Minuten hat. Pauschalbetrag für Singles: 715 €, für Verheiratete: 1.429 €, jede weitere Person: 315 €, falls die tatsächlichen Kosten höher sind (Umzugsunternehmen) diese angeben.

Kosten für Bewerbungen und Reisen zu Vorstellungsgesprächen gehören ebenfalls zu den Werbungskosten. Das Finanzamt akzeptiert für jede Bewerbung mit Mappe 8,50 € und für jede Bewerbung ohne Mappe 2,50 € (E-Mail-Bewerbung) als Bewerbungskosten. Die Reisekosten werden wie Dienstreisen verrechnet, d. h. für Hin- und(!) Rückweg kann man 0,30 € pro Kilometer absetzen und bei Abwesenheit von > 8 h zusätzlich die Verpflegungsmehraufwand.

Kontoführungsgebühren: Für ein Girokonto werden pauschal 16 € vom Finanzamt anerkannt (Pauschalbetrag), wer höhere Kosten hat, sollte diese angeben, ansonsten die Pauschale. Wer eine Immobilie vermietet, die mit einem Bausparvertrag finanziert wird / wurde, kann auch die Abschlussgebühr und Kontoführungsgebühren für den Bausparvertrag als Werbungskosten absetzen.

Häusliches Arbeitszimmer kann nur abgesetzt werden, wenn man zu Hause arbeiten muss, weil der Arbeitgeber keinen Raum zur Verfügung stellen kann und das Arbeitszimmer mindestens 90 % beruflich genutzt wird. Das Arbeitszimmer muss mit Wänden und Türen vom privaten Wohnraum getrennt sein – ein Arbeitsbereich der Teil eines privat genutzten Raums ist (z. B. Arbeitsecke im Wohnzimmer) ist kein Arbeitszimmer (Bundesfinanzhof: GrS 1/14). Maximal 1.250 € pro Jahr bzw. 105 €/Monat können pro Person (beide Ehepartner können jeweils dasselbe Arbeitszimmer) steuerlich abgesetzt werden.

Beispiel: In einer Wohnung mit 80 m² Wohnfläche (also außer, Keller, Garten, Abstellräume) wird ein Zimmer mit 10 m² beruflich genutzt, die Miete auf die Wohnfläche berechnet, also nicht die normale »Miete« inkl. Keller, Garten, Abstellräume, beträgt dann z. B. 700 €. 10 m²/80 m² = 12,50 %. Folglich sind von 700 € Miete monatlich 12,50 %, also 87,50 € = 1.050,00 €/Jahr absetzbar. Hinzu kommen weitere Kosten, wie z. B. Strom und Heizung.

Pkw-Unfallkosten, die durch einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit, von der Arbeit nach Hause, während der Arbeit (geparktes Auto wird beschädigt), auf dem Weg zum Kauf von Arbeitsmitteln oder auf dem Weg zur einer beruflichen Fortbildung geschehen, lassen sich als Werbungskosten absetzen. Hierfür muss man den Schaden selbst bezahlt haben, der nicht rückerstattet wurde. Als Nachweis benötigt man die Rechnungen, sowie einen Polizeibericht oder Zeugenaussagen, die Tag und Uhrzeit (Arbeitszeit) des Unfalls bestätigen. Als Kosten lassen sich absetzen: Reparaturkosten, Leihwagen, Abschleppkosten, Selbstbeteiligung, Anwälte, Gerichte, Zinsen für einen Kredit zur Finanzierung der Unfallkosten …

Dienstwagen. Wer seinen Dienstwagen ausschließlich geschäftlich nutzt, zahlt zu viel Steuern, da das Finanzamt davon ausgeht, dass der Arbeitnehmer das Fahrzeug auch privat nutzt. Wer seinen Firmenwagen nur geschäftlich nutzt, muss ein Fahrtenbuch führen.

Wird der Dienstwagen auch privat genutzt (maximal 49 %), erhält man vom Arbeitgeber einen geldwerten Vorteil, wobei das Auto mit 1 % seines Listenpreises besteuert wird. Das macht für ein Auto mit einem Listenpreis von 20.000 € einen geldwerten Vorteil von 200 €/Monat. Zusätzlich kommen 0,03 % des Listenpreises pro Kilometer Arbeitsweg hinzu – das macht bei 10 km Fahrt zur Arbeit: 20.000 € × 0,0003 × 10 km = 60,00€/Monat. Insgesamt beträgt dann der geldwerte Vorteil 260,00 €/Monat, der steuer- und sozialversicherungspflichtig wie das normale Gehalt ist.

Zinsen sind einkommensteuerpflichtig, d. h. Zinsen werden zum Einkommen aus Kapitalvermögen gezählt und so auch versteuert – mit Werbungskosten haben diese Posten nichts zu tun. Jedem Sparer steht der Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 750 € + 51 € Werbungskosten = 801 € bzw. 1.602 € für verheiratete Zinseinnahmen steuerfrei zur Verfügung. Sparer können den Sparer-Pauschbetrag in Form von Freistellungsaufträgen den Finanzunternehmen mitteilen, so dass für Zinsen keine Steuern an den Staat abgeführt werden. Erst nach Überschreiten des Freistellungsauftrages gehen von den darüber liegenden Zinseinkünften Steuern ab (25 % Abgeltungssteuer, zzgl. Solidaritätszuschlag (5,5 % der Abgeltungssteuer), evtl. zzgl. Kirchensteuer (? % (bundeslandabhängig) der Abgeltungssteuer)). Es gibt verschiedene Möglichkeiten Steuern zu umgehen, z. B. können Sparer auch Kinder sein, d. h. man kann Geld auf seine Kinder übertragen, die ebenfalls 801 € steuerfrei Zinsen einnehmen können – die Zinseinkünfte dürfen sogar noch darüber liegen, da jedem Steuerbürger ein Einkommensteuerfreibetrag von zurzeit 8.004 € zusteht, das macht dann 8.004 € + 801 € + 36 € (Sonderausgabenpauschbetrag) = 8.841 €. Mehr Möglichkeiten gibt es im Internet (u. a. Immobilienfonds im Ausland), deren Recherche erst bei Zinserträgen über 801 € bzw. 1.602 € lohnt.

Wertpapiergeschäfte verursachen Transaktionskosten (z. B. Ordergebühren, Börsengebühren) oder Verluste. Diese Kosten werden von dem jeweiligen Finanzunternehmen (Sitz in Deutschland) automatisch bei den Freistellungsaufträgen berücksichtigt – mit Werbungskosten haben diese Posten nichts zu tun.

Beispiel: Nach Abzug des Sparer-Pauschbetrags (siehe oben) gibt es einen Gewinn von 3.060 € (z. B. Zinsen für ein Sparbuch). Diesem Gewinn stehen z. B. Transaktionskosten beim Aktienhandel in Höhe von 20 € gegenüber. Der zu versteuernder Gewinn aus Kapitalerträgen beträgt dann 3.040 € (wird vom Finanzunternehmen automatisch durchgeführt).

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Haushaltsnahe Dienstleistungen werden vom Vermieter oft als »Haushaltsnahe Dienstleistungen« in der jährlichen Nebenkostenabrechnung bezeichnet, die man ganz einfach beim Finanzamt geltend machen kann – nicht allen fällt dieser Begriff auf.

Sofern dieser Begriff nicht in der Nebenkostenabrechnung erwähnt wird oder man in einem Eigenheim wohnt: Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen Kosten für Schornsteinfeger, Hausmeisterdienste (Kehren, Winterdienst, Garten …), sowie alle Handwerkerdienstleistungen, die im Haus anfallen.

Das Finanzamt erkennt 20 % an. Vorsicht: Materialkosten gehören nicht zu den Dienstleistungen. Zum Beispiel können die Arbeitszeit, Anfahrtskosten, Kosten für Mietmaschinen vom Maurer abgesetzt werden, nicht jedoch die Kosten für Steine und Mörtel. Es ist möglich mit dem Handwerker zu vereinbaren, dass er in der Rechnung die Materialkosten möglichst gering angibt, dafür aber seinen Lohn sehr hoch, wodurch sich der Gesamtpreis nicht ändert.

Außergewöhnliche Belastungen

Außergewöhnliche Belastungen in besonderen Fällen sind bspw. die gesetzlich / gerichtlich angeordnete finanzielle Unterstützung (»Unterhalt«) Bedürftiger (Kinder, Ehepartner, Eltern (Pflegekosten)). Bis zu 8.354 € sind im Jahr steuerlich absetzbar. Die unterhaltsberechtigten Empfänger brauchen das Geld aufgrund ihrer Bedürftigkeit nicht zu versteuern.

Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art sind bspw. die direkten Kosten für Gesundheit, Pflege, Bestattung, Wiederbeschaffung nach Brand / Hochwasser, (wenn die Versicherung keine Kosten übernahm) und indirekte Kosten, z. B. Fahrtkosten 0,30 €/km zum Arzt / Reha / Apotheke, Wiederbeschaffung von Möbeln usw.

Zu den Gesundheitskosten zählen bspw. Medikamente, Hilfsmittel (Brillen / Krücken), Krankenhauskosten, Kuren, Arztbesuche, kieferorthopädische Behandlungen, Therapien, Kuren, nicht verschreibungspflichtige Medikamente und ärztlich verordnete Diät-Lebensmittel.

Die Kosten für außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art sind erst nach Überschreitung der zumutbaren Belastungsgrenze (siehe Tabelle unten) absetzbar, vorher nicht. Wenn am Jahresende die Gesamtsumme der Ausgaben die Belastungsgrenze nicht überstiegen hat, lässt sich nichts absetzen und das Sammeln von Belegen war umsonst. Es steht jedoch noch eine Gerichtsentscheidung aus, ob die Belastungsgrenzen überhaupt legitim sind oder nicht. Deshalb sollte man in der Steuererklärung alle Kosten angeben, denn bei einem positivem Urteil könnte es (nachträglich) Geld zurück geben.

Zumutbare Belastungsgrenzen bei außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art:

Höhe der Einkünfte
(Gesamtbetrag)

<15.340 €

15.340 € bis 51.130 €

>51.130 €

keine Kinder und Anwendung der Grundtabelle

5 %
(bis 767€)

6 %
(920–3.067 €)

7 %
(3.579 €)

keine Kinder und Anwendung der Splittingtabelle

4 %
(614 €)

5 %
(767–2.556 €)

6 %
(3.067 €)

ein oder zwei Kinder

2 %
(307 €)

3 %
(460–1.533 €)

4 %
(2.045€)

drei oder mehr Kinder

1 %
(153 €)

1 %
(153–511 €)

2 %
(1.022 €)

Sonderausgaben

Altersvorsorgebeiträge

Riester-Produkte. Altersvorsorgebeiträge in sogenannte Riester-Produkte, wie z. B. Riester-Rente oder Riester-Bausparvertrag sind bis max. 2.100 € von der Steuer absetzbar oder Zulagen berechtigt. Das Finanzamt prüft welche Berechnung günstiger für den Sparer ist: Die Zulage oder die Steuerersparnis (Günstigerprüfung). »Riestern« können alle, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, also von deren Lohn Abzüge in die gesetzliche Rentenversicherung erfolgen (= unmittelbar zulagenberechtigt) oder deren Ehepartner in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (= mittelbar zulagenberechtigt).

Die Riester-Zulage beträgt 154 €/Jahr pro Person, für jede kindgeldberechtigte Person 300 € (nach 2008 geboren) oder 185 € (vor 2008 geboren). Die volle Zulage erhält man, wenn man 4 % seines zu versteuernden Einkommens in das Riester-Produkt einzahlt (max. 2.100 €), wobei man von den Einzahlungen die Zulagen abziehen kann. Folglich zahlt man für die volle Zulage maximal 2.100 € – 154 € = 1.946 € in das Riester-Produkt. Hätte die Person zwei Kindern (vor 2008 geboren) müsste er nur 1.576 € zahlen, um volle Zulage in Höhe von 524 € zu erhalten, wer weniger als 4 % zahlt, erhält weniger Zulage. Für Personen mit einem sehr hohen Einkommen lohnt sich der Steuervorteil und sollten folglich 2.100 € zahlen, um diesen Betrag steuerlich absetzen zu können – die Zulage spielt hierbei keine Rolle.

Mittelbar zulagenberechtige Personen / 450-Euro-Jobber müssen lediglich den Sockelbeitrag von 60 € jährlich für die volle Zulage einzahlen.

Rürup-Produkte. Altersvorsorgebeiträge in sogenannte Rürup-Produkte können mit jährlich steigendem Anteil steuerlich abgesetzt werden: Im Jahr 2017 können 84% der Beiträge abgesetzt werden, 2018 86%, 2019 88%, 2020 90%, 2021 92%, 2022 94%, 2023 96%, 2024 98% und 2025 100%. Es gibt beispielsweise Berufsunfähigkeitsversicherungen, die an eine private Altersvorsorge gekoppelt sind. Diese Produkte machen speziell dafür Werbung, dass die gezahlten Beiträge als Altersvorsorge steuerlich absetzbar sind. Dies gelingt dadurch, dass die gezahlten Prämien zu über 50% aus der Altersvorsorge bestehen und der kleinere Anteil für die Versicherung. In der Regel gibt es jährlich ein Schreiben von der Versicherung, die auf diesen Umstand aufmerksam macht.

Allgemeine Sonderausgaben

  • i. d. R. 50 € ohne Nachweis für Spenden

Spenden: Spenden zur Förderung kirchlicher, mildtätiger, religiöser und wissenschaftlicher Zwecke können als Sonderausgaben in begrenzter Höhe steuermindernd berücksichtigt werden. Die Begrenzung beträgt grundsätzlich 5 % des Gesamtbetrags der Einkünfte. Das Finanzamt erkennt häufig bei Ledigen 50,00 € und bei Verheirateten 100,00 € ohne Nachweis an.

Auch Sachspenden (z. B. Kleiderspende) werden anerkannt: Dazu muss der Marktwert belegt werden, z. B. sollte hierfür der Neupreis, die Nutzungsdauer und der aktuelle Zustand bei Spende dokumentiert sein, bspw. »Jeans, Neupreis: 40 €, 4 Jahre genutzt, aktueller Wert: 4 €«.

Kinderbetreuungskosten gehören zu den Allgemeinen Sonderausgaben. Unter bestimmten Voraussetzungen können Aufwendungen für Dienstleistungen zur Betreuung eines zum Haushalt gehörenden Kindes steuerlich teilweise abgesetzt werden. Zum Beispiel gilt diese Regelung bei leiblichen Kindern, Adoptivkindern oder Pflegekindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen

  • max. 1.900 € (mindestens Krankenversicherung (abzüglich 4 %) + Pflegeversicherung)

Alle Versicherungen sind bis 1.900 € steuerlich absetzbar – mindestens jedoch die Basisbeiträge vom Arbeitnehmeranteil zur Kranken- (abzüglich 4 %) und Pflegeversicherung, was dann mehr als 1.900 € sein kann. Sofern der Höchstbetrag nicht erreicht wurde, können weitere Versicherungen steuerlich berücksichtigt werden, u. a. Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung, Zahnzusatzversicherung, Unfallversicherung (Kosten können zu 50 % als sonstige Vorsorgeaufwendungen (= privater Anteil) und zu 50 % als Werbungskosten (beruflicher Anteil) angegeben werden, da sowohl private als auch berufliche Risiken gedeckt werden), Kfz-Haftpflicht und Kfz-Kaskoversicherung. Wurde die Grenze von 1.900 € bereits mit der Kranken- und Pflegeversicherung erreicht, lassen sich weitere Versicherungsbeiträge nicht mehr steuerlich geltend machen. Trotzdem wird empfohlen alle Ausgaben anzugeben – es könnte ja sein, dass sich die Gesetzeslage ändert und es nachträglich Geld zurück gibt.

Es gibt für privat und freiwillig gesetzlich Krankenversicherte die Möglichkeit Beiträge für max. 2,5 Jahre im Voraus zu zahlen (am besten am Jahresende), so können zumindest im / in den Folgejahr(en) die anderen Versicherungen bis zum Höchstbetrag berücksichtigt werden.

Bei Eheleuten beträgt der Höchstbetrag 2.800 €. Hier muss man ausrechnen, ob sich eine Vorauszahlung lohnt: Wenn der pflichtversicherte Ehepartner monatlich hohe Beiträge zahlt (Vorauszahlung bei Pflichtversicherten nicht möglich), die an den Höchstbetrag reichen, bringt eine Vorauszahlung des freiwillig gesetzlich krankenversicherten Ehepartners keinen Steuerspareffekt für Folgejahre. Immerhin gibt es evtl. von der Krankenversicherung bei Vorauszahlung ein Skonto von 3 bis 5 %, was aktuell einen größeren Vorteil bringt, als Sparzinsen bei der Bank.

Eigene Ausbildungskosten: Sonderausgaben oder Werbungskosten?

Die wichtigste Frage beim Thema »Ausbildungskosten« lautet: Handelt es sich um eine Erstausbildung oder um eine Zweitausbildung? Als Ausbildungskosten zählen alle oben genannten Werbungskosten, die während der Ausbildung anfallen.

Bei der Erstausbildung kann man alle Ausbildungskosten bis maximal 6.000 € als Sonderausgaben lediglich im Jahr der Steuererklärung absetzen. Handelt es sich um eine Zweitausbildung kann man alle Ausbildungskosten unbegrenzt als Werbungskosten angeben und wenn die Kosten höher sind als das Einkommen (man macht also einen Verlust), dann lassen sich die Kosten mit einem Häkchen in der Steuererklärung als »Verlustvortrag« in das folgende (Studien-)Jahr vortragen. Es kann also gut sein, dass man nach seiner zweiten Ausbildung eine steuerpflichtige Beschäftigung beginnt und viele Tausend Euro aus den Vorjahren als Werbungskosten absetzen kann und so wenig / keine Steuern zahlen muss.

Soweit die Theorie. Auf über 1.000 € pro Jahr als Werbungskosten zu kommen ist recht schwer und kaum zu erreichen. Zudem muss es einen »Verlust« geben, den man vortragen kann, d. h. die Ausgaben müssen die Einnahmen übersteigen.

Beispiel: Wenn man als Student in Zweitausbildung seinen Lebensmittelpunkt bei seinen Eltern hat (muss glaubhaft belegt sein), können die Kosten für die Studentenwohnung und alle Fahrtkosten zur Uni und zurück als Werbungskosten angegeben werden. Ist der Lebensmittelpunkt im Studienort können immerhin alle Ausbildungskosten (Studiengebühren, Fahrtkosten (einfache Strecke), Geld für Bücher) als Werbungskosten abgesetzt werden. In diesem Fall kommt man selten über die Pauschale von 1.000 €, was dann keinen Vorteil mehr bringt, da sich die Werbungskostenpauschale nicht als Verlustvortrag in die folgenden Jahre mitnehmen lässt. Einen Versuch ist das Ganze wert.

Auch zum Thema was eine Erstausbildung ist gibt es mittlerweile ein Gerichtsurteil: Eine Erstausbildung muss mindestens zwölf Monate (in Vollzeit) dauern und mit einem Abschluss beendet werden. Vorher ging sogar eine mehrwöchige Ausbildung zum Rettungssanitäter als Erstausbildung durch. Aus diesem Urteil folgt, dass ein Bachelorstudium eine Erstausbildung ist und eine Masterstudium eine Zweitausbildung.

Ob man wirklich für die Erstausbildung nur Sonderausgaben ansetzen darf und keine Werbungskosten wird noch vom Bundesverfassungsgericht entschieden. Deshalb sollte man alle Ausgaben für das Erststudium in der Steuererklärung bei den Werbungskosten und nicht bei den Sonderausgaben eintragen. Wenn das Finanzamt daraufhin nur 6.000,00 € für den begrenzten Sonderausgabenabzug akzeptiert, sollte man gegen diesen Steuerbescheid Einspruch einlegen und das Ruhen des Verfahrens beantragen und mit dem Einspruch auf die beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Verfahren (2 BvL 25/14, 2 BvL 26/14, 2 BvL 22/14, 2 BvL 23/14, 2 BvL 24/14 und 2 BvL 27/14) hinweisen. So könnte man später von einer möglichen positiven Entscheidung des Gerichts profitieren.

(Steuer-)vorteile für Übungsleiter

Übungsleiterpauschale / Übungsleiterfreibetrag / Ehrenamtspauschale. Übungsleiter erhalten eine Übungsleiterpauschale bis zu 2.400 € vom Verein ohne Steuerabzug und Sozialabgaben, oder den Übungsleiterfreibetrag in selber Höhe (Günstigerprüfung: Das Finanzamt prüft, was für den Steuerzahler besser ist) sofern die Tätigkeit nebenberuflich (max. 13 h pro Woche bzw. max. ⅓ der Zeit der Vollzeittätigkeit) ausgeführt wird und die Übungsleitertätigkeit unabhängig vom Hauptberuf ist (als Profi-Fußballtrainer erhält man keine Übungsleiterpauschale für die Fußballtrainertätigkeiten in einem Fußballverein).

Für die Arbeit lassen sich Dienstreisekosten und der Verpflegungsmehraufwand absetzen. Die Tätigkeit muss im Auftrag von einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Körperschaft zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke ausgeführt werden (Vereine, IHK, Volkshochschule).

Die Ehrenamtspauschale bis max. 720 € erhalten alle, die für ihr Engagement (keine Übungsleitertätigkeit) bezahlt werden, z. B. Kassenprüfer, Verkaufstätigkeit auf dem Weihnachtsmarkt. Beide Beträge (Übungsleiterpauschale, Ehrenamtspauschale) lassen sich addieren, wenn zwei unterschiedliche Funktionen wahr genommen werden (z. B. Trainer + Kassenprüfer).

Die Kombination mit einem Minijob ist möglich. Beispiel: Der Verdienst beträgt 550 € pro Monat als Trainer. Davon entfallen monatlich (2.400 € ÷ 12) 200 € auf die Übungsleiterpauschale womit noch (550 € – 200 €) 350 € zu versteuern wären → Anmeldung als Minijob, da der Verdienst unter 450 € liegt.

(Steuer-)vorteile für Eltern

Kindergeld / Kinderfreibetrag. Für jedes Kind in Ausbildung erhält man bis zu seinem 25. Lebensjahr Kindergeld in Höhe von 184 € (ab dem dritten und vierten Kind mehr) oder(!) der steuermindernde Kinderfreibetrag in Höhe von 7.152 € – das Finanzamt prüft automatisch, was besser für die Eltern ist (Günstigerprüfung). Bei der Günstigerprüfung wird einfach das Kindergeld als »Vorauszahlung« auf den Kinderfreibetrag betrachtet und berechnet, was für die Eltern den größeren Vorteil bringt: Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Hierfür sollte in Lohnsteuerklasse das Kind eingetragen sein. Wenn das Kind Wehrdienst geleistet hat, erhält man um dessen Dauer länger Kindergeld, weil man während des Wehrdienstes kein Kindergeld erhält. Falls das Kind eine Zweitausbildung macht, darf er maximal 20 h Woche arbeiten, um kindergeldberechtigt zu bleiben.

Ausbildungsfreibetrag. Für jedes volljährige, kindergeldberechtigte Kind in Ausbildung / Schulzeit, das auswärtig wohnt, kann der Ausbildungsfreibetrag in Höhe von 924 € pro Jahr in der Anlage Kind geltend gemacht werden – seit 2012 unabhängig vom Einkommen des Kindes.

Kranken- und Pflegeversicherung. Wenn das volljährige, kindergeldberechtigte Kind in Ausbildung arbeitet und Geld verdient, zahlt er Beiträge in gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und Pflegeversicherung (PV). Diese Beiträge können die Eltern als Sonderausgaben geltend machen, da das Kind über die Familienversicherung versichert ist. In diesem Fall kann das Kind die Beiträge nicht zusätzlich als Sonderausgaben angeben (sonst hätte die Familie die Beträge zweimal von der Steuer abgesetzt).

Außergewöhnliche Belastungen. Wenn das Kind keinen Kindergeldanspruch mehr hat, ist es möglich 8.354 € zur finanziellen Unterstützung der Kinder (auch im gleichen Haushalt) steuerlich abzusetzen. Damit das klappt darf das Vermögen der Kinder nicht größer als 15.500 € sind. Daneben spielt auch das Einkommen / BAföG (o.ä.) der Kinder eine Rolle: Einkünfte ab 624 € pro Jahr mindern den Betrag von 8.354 €. Wenn also das Kind pro Monat 400 € Einkommen hat: 400 € × 12 Monate – 624 € = 4.176 €. Pro Jahr sind 8.354–4.176 = 4.178 € als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Die finanzielle Unterstützung am besten als Dauerauftrag geben – Barzahlungen sind problematisch. In der Anlage Unterhalt die außergewöhnliche Belastung eintragen und die Einkünfte der Kinder in der Anlage Kind angeben.

Kinderbetreuungskosten. Kinderbetreuungskosten können für Kinder bis zum 14. Lebensjahr als Sonderausgaben zu zwei Dritteln bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 € von der Steuer abgesetzt werden. Hierunter fallen Kosten, wie z. B. Kindergärten, Kinderhorts, Kinderkrippen und Tagesmutter.

Nachhilfe, sportliche und Freizeitaktivitäten können nicht abgesetzt werden.

Schulgeld ist bis zu 30 % (max. 5.000 €) pro Jahr als Sonderausgaben absetzbar, sofern Anspruch auf Kindergeld besteht.

Elterngeld ist sehr tückisch und beträgt 65–100 % des Nettoverdienstes vor der Geburt: Mindestens 300 € und maximal 1800 €. Hierfür wird das Bruttogehalt der letzten 12 Monate (ohne Einmalzahlungen wie z. B. Weihnachtsgeld oder Schichtzulagen) abzüglich Pauschalen für Steuern, Sozialabgaben und die Werbungskostenpauschale abgezogen – es ist also nicht der reale(!) Nettolohn, sondern ein deutlich reduzierter »Nettolohn«. Grob lässt sich sagen: Wer viel verdient, erhält weniger Prozent von seinem Nettoverdienst und wer wenig verdient, erhält sehr viel vom Nettoverdienst. Zum Beispiel erhalten Hartz-IV-Empfänger 300 €, was einen hohen Prozentsatz des Einkommens entspricht.

Der Elternteil, der Elternzeit nehmen möchte, sollte spätestens 7 Monate vor der Geburt ausrechnen, ob sich der Wechsel der Lohnsteuerklasse (i. d. R. Klasse III) lohnt, um sein Nettoverdienst zu maximieren. Auf das Jahr bezogen hat dieser Trick keinen Einfluss, denn mit der Steuererklärung wird dieser kurzfristige Effekt aufgehoben, es bringt jedoch etwas mehr Netto während der Elternzeit.

Elterngeld wird maximal 12 Monate gezahlt, es gibt zwei zusätzliche Monate, wenn der Partner für mindestens zwei Monate auch Elternzeit nimmt (»Vätermonate«). Des Weiteren gibt es noch verschiedene Möglichkeiten länger Elterngeld zu beziehen, z. B. 28 Monate mit halben Monatsbeträgen Elterngeld. Das Elterngeld Plus gibt es für Elternteile, die maximal 30 h pro Woche arbeiten. Es wird doppelt so lange bezahlt wie das Elterngeld ist aber maximal nur halb so hoch. Der Partnerschaftsbonus kann vier zusätzlich Monate Elterngeld Plus bescheren, wenn beide in diesem Zeitraum 25–30h pro Woche arbeiten.

Mütter, die vor der Elternzeit verdient haben, erhalten nur zehn Monate Elterngeld, da die zwei Monate Mutterschaftsgeld auf das Elterngeld angerechnet werden – die oben genannten Bezugsdauern sind somit nur »politisch real«.

Das Elterngeld kann maximal drei Monate rückwirkend gezahlt werden. Bei Antragstellung muss angegeben werden, wann welcher Elternteil, wie lange in Elternzeit geht; dieser Antrag kann später einmal problemlos geändert werden, in Härtefällen noch ein zweites Mal. Während des Bezuges von Elterngeld müssen alle Einkommensänderungen der Behörde mitgeteilt werden.

Das Elterngeld ist steuerfrei, man zahlt davon auch keine Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung), bleibt aber sozialversichert. Das Elterngeld zählt aber als Einkommen bei der Berechnung des Steuersatzes, d.h. der Steuersatz kann deutlich steigen, was zu einer höheren Steuerbelastung führen kann, was mit der nächsten Steuererklärung eine Nachzahlung bewirken kann (wer Elterngeld von mehr als 410 €/Jahr erhält, wird automatisch steuererklärungspflichtig und muss eine Lohnsteuererklärung abgeben, i. d. R. kommt es zu einer Nachzahlung von >1.000 €). Privat Krankenversicherte oder freiwillig gesetzlich Versicherte müssen wie gewohnt weiter zahlen.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. Alleinerziehende erhalten zusätzlich zum Kindergeld / Kinderfreibetrag 1.308 €, wenn das Kind bei einem Elternteil lebt und kindergeldberechtigt ist.

Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung (im Normalfall 6 Wochen vor der Entbindung und 8 Wochen nach der Entbindung gezahlt. Das Mutterschaftsgeld der gesetzlichen Krankenkassen erhalten nur Frauen im Arbeitnehmerverhältnis, die freiwillig oder pflichtversichert mit Anspruch auf Krankengeld gesetzlich krankenversichert sind.

Die Höhe berechnet sich aus den Nettolöhnen der letzten 3 Monate dividiert durch 90, so dass man auf den Tagesverdienst kommt. Vom Tagesverdienst zahlt die Krankenkasse 13 €, den Rest zahlt der Arbeitgeber als Zuschuss. Geringfügig beschäftige Mütter erhalten zusätzlich einmalig 210 € vom Bundesversicherungsamt. Privat Krankenversicherte erhalten kein Mutterschaftsgeld, sondern einmalig 210 € vom Bundesversicherungamt und von ihrer privaten Krankenversicherung dieselben Beträge, wie die gesetzlich Krankenversicherten (es heißt aber nicht Mutterschaftsgeld).

Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten gibt es länger Mutterschaftsgeld.

Das Mutterschaftsgeld wird vollständig auf das Elterngeld angerechnet, es gibt keine Möglichkeit das zu verhindern.

Mutterschaftslohn. Wer vor Beginn des Mutterschutzes aus medizinischen Gründen nicht arbeiten darf, erhält vom Arbeitgeber weiterhin den vollen Lohn, der Mutterschaftslohn genannt wird.

Betriebliche und staatliche Zulagen

Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind monatliche »Geschenke« vom Arbeitgeber für den Arbeitnehmer, wenn dieser einen Vertrag hat, der für Vermögenswirksame Leistungen berechtigt ist. Hat der Arbeitnehmer keinen Vertrag bekommt er nichts. Vermögenswirksame Leistungen können maximal 40 € pro Monat betragen, jedoch geben Arbeitgeber oft kleinere Beträge, z. B. 6,50 €. Es lohnt sich also sich einen Sparvertrag zuzulegen, der einen für VL berechtigt. Wer ein zu versteuerndes Einkommen von unter 20.000 € (Singles) bzw. 40.000 € (verheiratete) hat, erhält vom Staat zusätzlich die Arbeitnehmer-Sparzulage (siehe unten).

Für folgende Produkte kann es VL geben (wird in der Produktwerbung häufig erwähnt), z. B. Bausparvertrag, Darlehenstilgung bei selbst genutzter Immobilie, bestimmte Lebensversicherungen, Investmentfonds, bestimmte Banksparpläne, Geschäftsguthaben an eingetragenen Genossenschaften (eG) usw.

Arbeitnehmer-Sparzulage ist eine Zulage (= Geschenk) vom Staat, wenn man ein Produkt hat, das für VL berechtigt ist und wenn das zu versteuernde Einkommen 20.000 € (Single) / 40.000 € (Verheiratete) nicht überschreitet, wobei beim Bausparvertrag die Grenze 25.600 € (Single) / 51.200 € (Verheiratete) beträgt. Die Arbeitnehmer-Sparzulage muss in der Steuererklärung beantragt werden (Kreuz im Mantelbogen auf »Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage«), sonst gibt es vom Staat keinen Zuschuss.

Die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt:

  • 9 % auf den Maximalbetrag von 470 € jährlich (= 42,30 € Zulage vom Staat)

    • Bausparvertrag nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz

    • Aufwendungen des Arbeitnehmers zum Bau, zum Erwerb, zum Ausbau oder zur Erweiterung eines im Inland gelegenen Wohngebäudes oder einer im Inland gelegenen Eigentumswohnung, zum Erwerb eines im Inland gelegenen Grundstücks zum Zwecke des Wohnungsbaus u. a.

  • 20 % auf den Maximalbetrag von 400 € jährlich (= 80 € Zulage vom Staat)

    • Sparbeiträge des Arbeitnehmers aufgrund eines Sparvertrags über Wertpapiere oder andere Vermögensbeteiligungen

Wohnungsbauprämie (WoP) erhält man, wenn man ein maximal zu versteuerndes Einkommen von 25.600 € (Single) / 51.200 € (Verheiratete) hat. Die WoP in Höhe von 8,8 % gibt es auf die eigene Einzahlungen von maximal 512 € (Single) / 1.024 € (Verheiratete) pro Jahr und beträgt somit maximal 45,06 € (Single) bzw. 90,11 € (Verheiratete)/Jahr. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es in der Spar- und Darlehensphase Anspruch auf Arbeitnehmer-Sparzulage und in der Sparphase auf Wohnungsbauprämie.

Arbeitnehmersparzulage + Wohnungsbauprämie: Die doppelte Förderung eines Sparbetrages mit WoP und Arbeitnehmersparzulage ist nicht möglich, aber man kann beide Zulagen für einen Vertrag erhalten, wenn man zum Betrag für die WoP (512 €) zusätzlich 470 € für die Arbeitnehmersparzulage anspart (Achtung: Max. versteuerndes Einkommen für die WoP: 25.600 € und 20.000 € für Arbeitnehmersparzulage). Das gibt dann bei einem jährlichen Sparbetrag von 982 € (= 81,83 €/Monat) in einen einzigen Vertrag eine Zulage von 87,36 € (= 8,9 % Rendite, Guthabenzinsen nicht hinzugerechnet).

Betriebliche Altersvorsorge / Entgeltumwandlung. Eine betriebliche Altersvorsorge lohnt sich nicht für jeden! Vom Bruttogehalt werden maximal 4 Prozent des Gehalts (max. 2.856 € jährlich) angelegt. Sowohl Arbeitgeber, als auch Arbeitnehmer zahlen auf diesen Betrag keine Steuern oder Sozialabgaben. Von 100 € Bruttoeinzahlung zahlt der Arbeitnehmer bspw. netto nur 60 €. Normalerweise gehen vom regulären Lohn Sozialabgaben für die gesetzliche Rente, Kranken- und Pflegeversicherung ab, für die der Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils grob die Hälfte zahlen. Man spart also durch die betriebliche Altersvorsorge Sozialabgaben – vorerst.

Mit dem Bezug der Betriebsrente werden nun Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung fällig und zwar der Arbeitnehmer- und(!) Arbeitgeberanteil. Man zahlt also die Krankenversicherungsbeiträge seines alten Arbeitgebers, der damals davon verschont blieb. Deshalb gibt es Fälle, in denen Arbeitnehmer weniger Geld rausbekommen, als sie ursprünglich einzahlten. Durch die Entgeltumwandlung reduziert sich das Bruttogehalt, was ebenfalls zu weniger Einzahlungen in gesetzliche Rente führt, was die spätere Rente mindert.

Für wen lohnt sich eine Betriebsrente? Wenn der Betrieb einen Zuschuss in die Betriebsrente zahlt oder man privat krankenversichert ist, so dass man später den Arbeitgeberanteil der Krankenversicherung nicht mitzahlen muss, für den könnte sich eine Betriebsrente lohnen. Oft kennt der Betriebsrat diese Problematik und spricht sich auf Nachfrage ganz konkret für oder gegen die Entgeltumwandlung aus – einfach nachfragen.

Wer das maximale an Zulagen herausholen möchte (Single):

Produkt

Sparbetrag (Monat / Jahr)

Zulage
(= Geschenk)

Steuervorteil

Kommentar

Riester-Produkt

162,17 € / 1.946 €

154 € (Jahr)

2.100 €

Zulage oder Steuervorteil

VL vom Arbeitgeber

max. 40 € (Monat)

freiwillige Arbeitgeberleistung

Bausparvertrag

42,67 € / 512 €

45,06 € (Jahr)

Kombination möglich, wenn Sparbeträge addiert werden

Arbeitnehmersparzulage

39,17 € / 470 €

42,30 € (Jahr)

Wertpapiersparvertrag

33,33 € / 400 €

80 € (Jahr)

Entgeltumwandlung

4 % Bruttolohn

möglich

2.856 €

Nachfrage Betriebsrat

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